Coburger Bratwurst

Coburger Bratwurst

Zubereitung und Zusammensetzung und besonderes über die Coburger Bratwurst:

Die Coburger Bratwurst ist Welt weit bekannt! Sie ist einzigartig im Geschmack, Herstellung, Würzung, Zubereitung, Erhitzung und im Verspeisen. Die Definition der Metzgerinnug aus dem Jahre 1993 für die Orginal Coburger Bratwurst lautet:

Rindfleisch nicht weniger als 15% Gewicht 85- 95 Gramm, Volleianteil im Gesamtprodukt 3%, kein Fremdwasser kein Kutterhilfsmittel, Feibrät 15%. Würzung nach Art des Hauses bestimmt durch: Kochsalz, Pfeffer Muskat, und Zitrone. BEFFE nicht unter 8,5%. Aus Untersuchungsergebnissen der Lebensmittelkontrolle weiß man heute das der Durchschnitts BEFFE Wert bei 10,6% liegt, was von einer hohen Güte zeugt!

Der Zeitraum in dem sich der Rindfleischanteil in die Bratwurst geschlichen hat, wird auf die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eingegrenzt. In früheren Zeiten hätte es für eine solche Tat wohl Pranger oder Schandgalgen gegeben!

Wir, Die Fleischerei H. BREHM, richten uns heute immer noch nach dem Uralten Bratwursterlass aus dem Jahre 1623 in dem Herzog Johann Casimir fordert: „eine Bratwurst soll die rechte Größe haben, und deren allzeit, 4 ein Pfund wiegen“. Das Coburger Pfund hatte seinerzeit 510 Gramm, so das die Bratwurst mit 127,5 Gramm sicher eine stattliche Länge hatte!

Für 105 Kg edle grobe Coburger Bratwurst so, Casimir weiter, nehme man:

40 Kg Schweinefleisch ohne Sehnen mit max. 5% sichtbarem Fett,

60 Kg Schweinebauch ohne Schwarte mit max. 50% sichtbarem Fett,

alles zusammen werde als Hauswürzung mit:

16 Gramm Salz, 4 Gramm Pfeffer, ½ Gramm Muskatblüte, ½  Gramm Ingwer,

¼ Gramm Piment und 1 Gramm Zitronenschalenpulver gewürtzt und durch die 5 mm Wolfscheibe gedreht. Sodann gebe man noch je Kg 1,5 St Rohei hinzu und reibe das Brät bindig. Man fülle das Brät ohne Verzögerung in die zuvor Handwarm vorgewässerten Schleiß- Därme. Worauf damals allerdings noch keiner achtete: der Schleiß ist der einzige Darm der eigentlich gar kein Darm ist! Er ist lediglich der Bindegewebsüberzug vom Laufdarm, und wird durch ein spezielles Verfahren heruntergezogen! Heutzutage werden die Coburger Bratwürste allerdings auf nur noch 115 bis 120 Gramm hergestellt. In den 60er bis 90er Jahren, waren es bei manchen Metzgern sogar nur 80 bis 90 Gramm.

1827 schrieb der Komponist Friedrich Zelter an seinen Freund Goethe:

„Seit heut früh um sechs Uhr werden hier auf dem Platze vor meinem Fenster auf zehn Feuern Würste gebraten; sollte dieses Blatt danach duften, so weißt Du nun, woher es kommt.“

Kirchenrechnungen aus dem Jahre 1530 belegen, dass sich selbst schon Martin Luther nicht nur ums Predigen in der Morizkirche gesorgt hat, sondern auch reichlich um die Rostbratwürste.

Einen eigenen Bratwurstheiligen gibt es, wie soll es anders sein, natürlich auch in Coburg! Um 1500 wurde St. Mauritius, einst römischer Feldherr und seines Glaubens wegen Märtyrer, Stadtheiliger von Coburg. Er stammte aus Agaunum, dem heutigen St. Maurice in der französischen Schweiz. Die Coburger  dachten bei Mauritius wohl eher an ferne Länder oder die gleichnamige Insel, und stellten ihn sich mit platter Nase und Krausehaar nach Art des Sarottimohren vor. In einer Rüstung und den Tronistenstaab in der Hand weilt dieser Coburger Mohr seit 1751 über dem Rathausgiebel hoch über dem Coburger Marktplatz. Vermutlich der Rauch der Bratwurstfeuer auf dem Coburger Marktplatz beflügelte die Phantasie, machte den Feldherrnstab des heiligen Mauritius zum fiktiven Bratwurstlängenmaß und den Mann selber zum Bratwurstheiligen, im Volksmund „Bratwurstmännla“ genannt!

Die Erhitzung der Coburger Bratwurst ist auf der Ganzen Welt einzigartig! Wo sonst werden rohe Bratwürste auf offenem Feuer über sogenannten KÜHLA gebraten? Diese Fichtenzapfen zeichnen sich durch eine kleine birnenartige Form aus, die nur aufgesprungen, also trocken verwendet werden können. Den ganz besonderen Geschmack der Coburger Bratwurst erhällt man nur wenn man mit diesen Kühla brät, die dann den sogenannten „Coburger Weihrauch“ ergeben. Eine Grundglut aus Holzkohle und Buchenholz erleichtert das ganze Prozedere natürlich ungemein.

Auch das Verspeißen ist nicht so einfach wie es auf den Ersten Blick erscheint. Es gibt solche die nehmen die Bratwurst in eine und den Semmel in die andere Hand, beißen dann abwechselnd links und rechts.

Dann gibt es solche, die den Semmel nur als Haltevorrichtung benutzen, und den gleichen Semmel nach der dritten Bratwurst mit nach Hause nehmen, weil der ja am Abend noch immer  nach Bratwurst schmeckt.

Dann gibt es noch welche, das sind die die des würdigen Essens nicht fähig sind, die wollen immer den Semmel Quer aufgeschnitten und die Bratwurst durchgebrochen eingezwickt.

Der Große Rest der Konsumenten nimmt die Bratwurst im Semmel, beißt einmal in die Bratwurst und in die Seite des Semmels, dann auf der anderen Seite, bis nichts mehr von der Bratwurst da ist.

Man beißt sich so halt durch…

Das größte Vergehen das man einer Coburger Bratwurst antuhn kann, ist sie mit Ketchup zu essen!

Senf hingegen wir landläufig gerne dazu gegessen.

Mir persönlich schmeckt die Bratwurst am Besten im 10er Pack und ohne Semmel und ohne Senf!

Der Heimatdichter Gustav Schmidt hat der Coburger Bratwurst ihm Jahre 1949 folgendes Gedicht gewidmet:

Die schlachten Zeitn senn vorbei,

ich ho’s fei scho gerochen.

Es iss mer in mei Nos’n nei,

a Faz’n Duft gegroch’n!

Des könne doch nur Brotwörscht sei,

die so an Duft verbreiten,

Ma saucht ne in sei Bäuchle nei,

und denkt an alte Zeit’n!

Der ganze Markt iss voller Raach,

die Botwörschtfeuer brenna,

und Kla und Groß iss auf’n Waach,

tut zu die Brotwörscht renna!

Die Kinner und die Weiber a,

tun schnuppern und tun riech’n,

Ajedes will die Brotwörscht saa,

die auf dan Röstla liechn!

Die Kühla gam an feina Duft,

an Raach kaum zu ertroch’n

A jedes schnappt nach Wörscht und Luft, vor Frääd hüpft scho der Moch’n!

Der Metzer hot net Händ genuch,

die Brotwörscht ümzuwenden,

a jedes möchte die Wörscht versuch,

a Semmel in zwä Händen!

A Schnitt muss in der Semmel sei,

das san die Coburcher Mod’n,

s’ Brotwörschtspieß lecht’s Wörschla nei, mer isst se aus der Pfot’n!

wie ich des sah’, do fällt mer ei:

Iss denn des Moß a richtig?

Die Wörscht derf doch zu Kla net sei,

a solche Sach is wichtig!

Drum guck mer erscht bein Rathaus nauf, des Männla ohm tut’s massen,

un passt auf jede Brotwörscht auf, die unten wird gegassn!

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